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HAUSWEDELL & NOLTE - Portrait - Geschichte

 

 

 

Die Gründung

Die Geschichte des traditionsreichen Hamburger Hauses beginnt 1927 mit der Gründung „Der Deutschen Buch-Club GmbH“. 1930 gehen unter der Ägide Dr. Ernst Hauswedells daraus das Antiquariat und Auktionshaus hervor, seit 1973 unter „Dr. Ernst Hauswedell & Ernst Nolte“ firmierend.
Die heutigen, in einer weißen Gründerzeit-Villa an der Alster gelegenen Versteigerungsräume im Pöseldorfer Weg 1 werden im Januar 1967 eröffnet.

Aufschwung - Die sechziger und siebziger Jahre

Ernst Nolte tritt 1963 in das Unternehmen ein. Ab 1969 ist er Teilhaber und übernimmt 1978, mit Ausscheiden Ernst Hauswedells, die Weiterführung des Hauses unter dem Namen „Hauswedell & Nolte“. Während der Schwerpunkt des Hauses in den ersten Jahrzehnten noch im antiquarischen Sektor lag, widmete sich Ernst Nolte dem Auf- und Ausbau der Kunstauktionen mit Werken alter und moderner Meister. Seine Frau Gabriele Braun - heute  Leiterin der Kunstabteilung und ebenfalls Auktionatorin - war 1967 dem Unternehmen beigetreten. Zu den herausragenden Coups dieser Zeit zählt 1967 die Versteigerung der bedeutenden israelischen Sammlung Salman Schocken, des größten, noch in Privatbesitz befindlichen Bestandes an Arbeiten von Käthe Kollwitz mit 280 Zeichnungen und hochkarätigen Graphiken in Probedrucken.
Weitere Höhepunkte der 1960er und 1970er Jahre fallen in den Sektor Wertvolle Bücher und Autographen, darunter der Shakespeare-First-Folio, die erste 1623 erschienene Gesamtausgabe (1960 an die Württembergische Landesbibliothek/Stuttgart), die bedeutenden Autographenbestände der Sammlung Salman Schocken, Jerusalem mit zahlreichen Handschriften der wichtigsten Werke von beispielsweise A. Stifter, Hölderlin,  Goethes „Biographisches Schema“ zu „Dichtung und Wahrheit“ und vielen anderen, die Versteigerung der 80 000 Bände umfassenden Königlich Ernst August Fideicomiss-Bibliothek, Hannover, die Bibliothek Doetsch-Benziger, Basel, die Barock-Bibliothek Rudolf Alexander Schröders sowie die Bibliothek Salman Schocken, Karl Wohlfskehl.

Neue Impulse

Nachdem sich seit den frühen 1970er Jahren ein fester amerikanischer Kundenkreis etabliert hatte, eröffnete 1983 eine erste Repräsentanz in New York, 1998 ein zweites Büro in Los Angeles. „Dadurch konnten wir unsere schon bestehenden Kontakte zu Sammlern und Institutionen deutlich intensivieren und uns auch neue Kundenkreise erschließen“ stellt Ernst Nolte fest. Auch Gabriele Braun fliegt als langjährige Leiterin der Kunstabteilung zur Akquisition und Kontaktpflege regelmäßig in die Staaten. So konnten wir im Dezember 2014 aus den Beständen des Museum of Modern Art, New York, ein wichtiges Objekt vermitteln.

Das in den 1970er Jahren etablierte Prinzip eines höchstmöglichen Anspruchs an die Versteigerungsangebote mit Werkgruppen der wichtigsten deutschen Künstler, im Wesentlichen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde in den folgenden Jahren fortgesetzt und nun auf alle internationalen Kunstströmungen ausgeweitet. Schließlich wurde auch die zeitgenössische "Kunst nach 1945" mit einem gesonderten Katalog seit 1978 in das Programm der Auktionen aufgenommen. Dem Bereich „Alte Kunst“ ist ebenfalls einmal im Jahr ein spezieller Katalog gewidmet, der sich überwiegend auf Graphik und Gemälde konzentriert. Was in den 1960er und 1970er Jahren als Konzept, vor allem im Bereich der bildenden Kunst erfolgreich entwickelt wurde, fand seine wirtschaftliche Bestätigung im Aufschwung der 1980er Jahre und setzt sich bis heute fort.

Millionenergebnisse und Raritäten

Mit 1.300.000 DM konnte 1985 Hauswedell & Nolte den ersten Millionenzuschlag der Nachkriegszeit in Deutschland für sich verbuchen, diesen konnte man für Tilmann Riemenschneiders aus Lindenholz geschnitztes „Lüsterweibchen“ realisieren. Für den selben Zuschlag erwarb 2001 die Genfer Sammlung Jan Krugier auch die bedeutende Sepiazeichnung Caspar David Friedrichs „Blick auf Arcona“. Ein weiteres Millionenergebnis mit 1.914.000 Euro gelingt Hauswedell & Nolte im Jahr 2007 mit Alexej von Jawlenskys beidseitigem Gemälde „Frauenkopf mit roter Wange“ - der nach wie vor höchste Preis für ein in Hamburg versteigertes Werk. Der im Saal sitzende amerikanische Einlieferer staunte nicht schlecht, als seine attraktive russische Nachbarin beim Ausruf von 700.000 bestimmt die Hand hob und sie erst nach dem siegreichen Millionenzuschlag für sie wieder sinken ließ, berichtet der Auktionator. Daran schließt sich u. a. die erfolgreiche Vermittlung von Max Beckmanns „Polderlandschaft mit Hembrug“, Öl/Leinwand, 1944 für 992.000 und Otto Muellers Gemälde „Sechs Mädchenakte am Strand“ für 742.400 Euro an. 2006 und 2009 gelang es Hauswedell & Nolte, zwei Ikonen des Blauen Reiters aus deutschem und amerikanischem Privatbesitz zu versteigern: Wassily Kandinskys abstrahierten und leuchtend farbigen „Entwurf zu Komposition IV“, 1911 (Aquarell über Strichätzung) für 498.000 Euro und seine emblematische, noch von der russischen Volkskunst beeinflusste Gouache aus dem Jahr 1906 „Studie für Reitendes Paar“ für 434.000 Euro - Highlights des deutschen Expressionismus.
Von den auf dem Markt so gut wie nie auftauchenden plastischen Arbeiten in Holz von Ernst Barlach sind „Der Rächer“, „Der Trinker“, „Die Flamme“ und „Der Geldzähler“ durch unsere Hände gegangen.

Auch in jüngerer Zeit gab und gibt es auf dem manchmal launischen Auktionsmarkt freudige Überraschungen. Im Dezember 2012 schaffte eine düstere Zeichnung von Käthe Kollwitz „Schwangere ins Wasser gehend“ das Triple und kletterte von 60.000 Euro Schätzpreis auf sagenhafte 199.080 Euro Erlös. Willi Baumeisters Mischtechnikbild „Monturi“ von 1954 wurde in zähem Gefecht von 180.000 auf stattliche 315.000 Euro gesteigert, stellvertretend genannt für die insgesamt 4 Originale des Künstlers, die Hauswedell & Nolte 2011 äußerst erfolgreich zu sechsstelligen Beträgen vermitteln konnte. "Außergewöhnliche und rare Stücke der Moderne haben heutzutage bei realistischer Schätzung beste Optionen für hohe Steigerungsquoten“, sagt Nolte. Als Beispiel hierfür kann eine ebenfalls 2011 versteigerte unbetitelte Collagenkonstruktion Edmund Kestings angeführt werden, die 1926 entstanden ist. Das nur 32x25 cm messende Liebhaberstück des Bauhäuslers wurde von Sammlern von 12.000 auf 62.000 Euro getrieben.
Ebenso heiß begehrt war in der Frühjahrsauktion 2012 ein Metalldruck des nach Norwegen emigrierten Rolf Nesch „Barmbek“ aus dem Zyklus „Hamburger Brücken“, der von 12.000 Euro Schätzung gegen norwegisches Gebot auf unglaubliche 64.260 Euro Erlös stieg, 2014 weit übertroffen von 252.000 Euro für die sechsteilige „San Marco“-Folge. Ein Markt für den auch heute noch meist nur Spezialisten bekannten, 1975 verstorbenen Künstler entstand unter anderem erst durch die Versteigerung der umfangreichen Sammlung des Nesch-Vertrauten Reinhard des Arts bei Hauswedell & Nolte 1985 in einem Sonderkatalog, der bis zum Erscheinen des Werkverzeichnisses im Jahr 2009 eines der wichtigsten Nachschlagewerke für Sammler darstellte.

Im Bereich „Wertvolle Bücher und Autographen“ schlug Theodor Fontane-Freunden 2010 die große Stunde: rund 300 Briefe des Dichters an Georg Friedländer und Fritz Mauthner in zwei Konvoluten wurden für 180.000 Euro angeboten, die letzten Briefkomplexe des Dichters überhaupt, die sich in privater Hand befanden und nun versteigert wurden. 319.900 € waren diese als Dokumente der Weltliteratur zu bezeichnenden Zeugnisse dem Fontane-Archiv in Potsdam wert. Auch das Jahr 2014 brachte eine unerwartete Überraschung: Aus französischem Besitz tauchten wichtigste persönliche Notizen auf 1.750 Blättern und zahlreiche Briefschaften sowie private Zeugnisse aus einem Teilnachlaß Harry Graf Kesslers auf und wurden im Mai versteigert.


Philosophie und Strategie

Seit jeher legt man in dem Hamburger Haus größten Wert auf die profunde wissenschaftliche Bearbeitung der Werke. Dafür steht den erfahrenen Experten für ihre Recherchen eine bestens ausgestattete Referenzbibliothek, die immer auf dem aktuellsten Stand gehalten wird, zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt innerhalb der Kunstauktionen - und auch das persönliche Engagement Ernst Noltes - ist dabei von Anbeginn an die Graphik des deutschen Expressionismus und der internationalen klassischen Moderne.
Jährlich werden insgesamt 7 Kunst- und Buchauktionen abgehalten (Frühjahr/Herbst), bei denen mehrere tausend Objekte den Besitzer wechseln. Zusätzlich finden Themen-Ausstellungen statt, 2012 dem in Hamburg lebenden Illustrator, Buchkünstler und Verleger Otto Rohse zu seinem 50jährigen Jubiläum gewidmet, der der breiten Öffentlichkeit auch durch seine Gestaltungen für deutsche Briefmarken im Gedächtnis sein wird.
Die langjährigen und konstanten Beziehungen Ernst Hauswedells und Ernst Noltes zu privaten Sammlern und zum Kunsthandel ließen das Unternehmen zu einem der wenigen deutschen Häuser wachsen, die sich auf internationalem Parkett neben Konzernen wie Christie‘s oder Sotheby‘s auch in wechselhaften Marktsituationen behauptet und als stabil erwiesen haben. „Dies ist sicher auch unserer durch die Tradition geprägten Firmenphilosophie und unserer stets seriösen und schnellen Abwicklung geschuldet“ so der Inhaber Ernst Nolte: „Wir setzen uns für die Interessen unserer Klienten immer voll und ganz ein, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Uns ist es ein Anliegen, unsere Kunden rundum - von Einlieferung bis Verkauf - zu betreuen, sie in allen Fragen zu begleiten und ihnen durch unsere langjährige Erfahrung eine solide Vertrauensbasis zu bieten. Das beginnt mit der marktgerechten Taxierung, an die sich die wissenschaftliche Bearbeitung und eine gezielte mediengerechte Platzierung des Kunstwerkes anschließen. Unser Wirkungsradius beschränkt sich dabei nicht nur auf den europäischen Raum, sondern erstreckt sich bis nach Asien sowie Nord- und Südamerika, mehr denn je durch das Internet. Diskretion ist dabei aber immer Ehrensache.“

 

Sonderkataloge und Versteigerungen aus namhaften Sammlungen aus den letzten Jahrzehnten


1965    Sammlung Meyer-Glitza, Hamburg
            Altmeister-Gemälde

1966    Nachlaß Galerie Herrmann, Stuttgart
            Werkgruppen von Willi Baumeister, HAP Grieshaber

            Sammlung J. Kaiser, Kopenhagen
            Altmeister-Zeichnungen

1967    Käthe Kollwitz. Sammlung Salman Schocken, Tel-Aviv
            Bibliothek Doetsch-Benziger, Basel

 

1969    Karl Schmidt-Rottluff. Ehemals Sammlung Rauert, Hamburg

1973    Aus der Sammlung Dr. Bernhard Sprengel, Hannover

1977    Max Klinger. Sammlung Carl Schirren, Kiel

1982    Die Insel. Sammlung Alfred Bergmann, Detmold

1984     Sammlung Dr. Ernst Hauswedell

1985    Die Insel und die Moderne deutsche Buchkunst, Hannover

            Rolf Nesch. Sammlung Reinhard des Art, Hamburg

1989    Neue Kunst aus Moskau
            Erstmalige Präsentation dieser Kunst auf einer westlichen Auktionsbühne

            Heinrich Vogeler. Eine Sammlung aus deutschem Privatbesitz

1991    Bibliophilie 2000. Sammlung Günter Rossipaul

            Bauhaus-Design

1992    Bibliothek Dr. jur. Victor Achter, Mönchengladbach

1997    Photographie
            Erste Hamburger Spezial-Auktion auf diesem Sektor

1998    Zeitgenössische Kunst  – The Augsburg Collection Alfred Greisinger
   
2000    Sammlung Wolf Stubbe, Hamburg, ehemaliger Leiter des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle

 

           Pressendrucke seit 1945. Sammlung Albert Spindler

2001    Sammlung Anne und Alfred Hentzen, Hamburg, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle

 

2003    Plakate. Collection Dr. R.H. Krauss, Stuttgart. Aus einer Hamburger Privatsammlung

            Künstlerbücher 1960-2000. Sammlung Harry Ruhé, Amsterdam

2004    Bibliothek Tabakhistorische Sammlung Reemtsma, Hamburg

            Sammlung George Rickey, East Chatham/NY

2005    Friedrich Nietzsche – Seine Werke und ihre Interpretation. Die Sammlung Tilmann Buddensieg

            Malerbücher des 20. Jahrhunderts aus einer rheinländischen Privatsammlung

2007    Heinrich Vogeler. Eine Sammlung aus deutschem Privatbesitz

2008    Alfred Kubin. Eine deutsche Privatsammlung

2009    Käthe Kollwitz – Zeichnungen, Zustandsdrucke, Graphik. Eine deutsche Privatsammlung

            Die Buchkunst Henry van de Veldes. Die Sammlung Ariane und John Dieter Brinks

2010    Stefan George und sein Kreis – Aus der Bibliothek Castrum Peregrini, Amsterdam

            Theodor Fontane. 307 Briefe an Georg Friedländer und Fritz Mauthner, heute im Fontane-Archiv, Potsdam

 

2013    Friedrich Nicolai. Die Sammlung Dieter Beuermann, Berlin

 

            Nürnberger Kleinmeister. Eine Privatsammlung. Bartel Beham, Hans Sebald Beham, Georg Pencz.

            Eine Privatsammlung

 

            Max Beckmann – Die graphischen Selbstbildnisse. Eine süddeutsche Privatsammlung

 

2014   Harry Graf Kessler. Aus dem Nachlaß

 

           Ashendene Press. From the Library of a European Gentleman

 

 

 

Besondere Ergebnisse / Auktionsrekorde

1973    Karl Schmidt-Rottluff. Blühende Bäume. Öl auf Leinwand. 1909. DM 500.200 - seinerzeit 

            Auktionsrekord für diesen Künstler

1980    Alexej von Jawlensky. Spanierin mit dem roten Schal. Öl auf Holz. DM 436.600

            Adolph von Menzel: In der japanischen Bude. Gouache.DM 190.320 - seinerzeit Auktionsrekord für   

            diesen Künstler

1981    August Macke. Spaziergänger am See. Öl auf Leinwand. DM 707.600 - seinerzeit Auktionsrekord für 

            diesen Künstler

1985    Tilman Riemenschneider. Lüsterweibchen. Lindenholz. DM 1.300.000

            Erster Millionenzuschlag auf einer deutschen Nachkriegsauktion

1987    August Macke. Spaziergang auf der Brücke. Kohle. - Verkauft an das Museum of Modern Art, New

            York

1988    Laszlo Moholy-Nagy. E-Bild. Öl auf Leinwand. DM 597.800

1989    El Lissitzky. Sieg über die Sonne. 10 Lithographien. DM 829.600 - seinerzeit Auktionsrekord für

            diesen Künstler

            El Lissitzky. Proun. 6 Lithographien. DM 646.600 - seinerzeit Auktionsrekord für diesen Künstler

1990    Paul Klee. Dame mit Collier. Öl. 1932. DM 420.000

1991    Karl Schmidt-Rottluff. Allee. Öl auf Leinwand. DM 1.171.200 für das Landesmuseum Oldenburg

            Edvard Munch. Madonna. Aquarellierte Lithographie DM 570.000

1997    Erich Heckel. Segelboot. Öl auf Leinwand. DM 731.000

2000    Alexej von Jawlensky. Kopf Blau-Braun. Öl/Malpappe. Um 1913. DM 1.265.000

2001    Caspar David Friedrich. Blick auf Arkona. Blei und Pinsel in Sepia. Um 1803
            DM 1.300.000 für die Sammlung Jan Krugier in Genf

            Alexej von Jawlensky. Abend in Bordighera /verso: Rote Palme. Öl/Karton. Um 1914.  DM 529.000

            Karl Marx. Manifest der Kommunistischen Partei. Erste Ausgabe.

            Das zweite in unserem Haus versteigerte Exemplar. Es existieren nur wenige Exemplare.

            DM 195.000

2002    Paul Klee. Weisses Ostern I. Aquarell 1924.  € 323.300

            Ernst Ludwig Kirchner. Junges Mädchen. Farbholzschnitt. 1918. € 215.940
   
            Erich Heckel. Fränzi liegend, blau. Farbholzschnitt. 1910. € 290.000

 

           Walter Benjamin. Berliner Kindheit um neunzehnhundert. Das Stefan-Manuskript. € 78.900.

           Heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach.

2003    Ernst Barlach. Der Geldzähler. Holz. 1909. € 278.400
   
            Ernst Ludwig Kirchner. Kämpfe (Qualen der Liebe - Selbstbildnis). Farbholzschnitt. 1915. € 141.520

2004    Franz Marc. Ruhende Pferde. Farbholzschnitt. 1911/12. € 129.920

2005     Paula Modersohn-Becker. Drei Kinder an einem Hang sitzend. Öl/Pappe. 1901. €185.600

             Max Beckmann. Der Raucher. Radierung. 1916. €139.200

             Otto Dix. Der Krieg. 50 Radierungen. 1924. € 191.400
   
             Erich Heckel. Stehendes Kind (Stehende Fränzi). Farbholzschnitt. 1910. € 145.000

2006    Wilhelm Lehmbruck. Büste der Knienden (Geneigter Frauenkopf). Terrakottaguss. 1912-14.

             € 684.400

             Wassily Kandinsky. Entwurf zu Komposition IV. Aquarell über Strichätzung. 1911.
             € 498.000

             Cy Twombly. Untitled. Mischtechnik/Karton. 1963. € 394.400

             Renée Sintenis. Große Daphne. Bronze. 1930. € 203.000

             Rembrandt Harmensz. van Rijn. Die Landschaft mit den drei Bäumen. 1643. Radierung. € 295.800

2007    Alexej von Jawlensky. Frauenkopf mit roter Wange / verso: Brauner Frauenkopf mit Locken. Öl

            auf Malkarton. 1912/13. € 1.914.000 - höchster je in Hamburg erzielter Zuschlag

            Otto Mueller. Sechs Mädchenakte am Strand. Leimfarbe/Leinwand. Um 1913.
            € 742.400

            Edvard Munch. Frauen am Meeresufer. Farbholzschnitt. 1898. € 562.600

            Rembrandt Harmensz. van Rijn. Die Landschaft mit den drei Bäumen. 1643. Radierung. € 203.000

2008    Max Beckmann. Polderlandschaft mit Hembrug, Öl/Leinwand. 1944. € 992.000

            Gabriele Münter. Alte Schule - Murnau. Öl/Karton. 1912. € 508.400
   
            Gabriele Münter. Dorfkirche in Riedhausen bei Murnau. Öl/Karton. 1908- € 446.400

            Xylothek, 144 Bände einer Schlümbach/Goller-Holzbibliothek. Nürnberg, ca. 1804-1808. € 155.000

2009    Wassily Kandinsky. „Studie für Reitendes Paar“. Gouache auf dunkelbraunem Papier.     1906.

            € 434.000

            August Macke. Zwei Krüge mit Äpfeln/verso: Elisabeth im Garten 1909/10. € 260.440

            Ernst Ludwig Kirchner. Musikrestaurant. Lithographie. 1914. € 210.800

            George Grosz. Sonniges Land. Aquarell. Um 1920. € 204.600

2010     Jan Schonhooven. R 70-63. Papier, Pappe u. Latexfarbe auf Holz. 1970. € 310.000
   
             Georg Kolbe Verlangen. Bronze 1923. € 272.800

             Theodor Fontane, insgesamt 319.900 € erzielten zwei, rund 300 Briefe des Dichters an Georg 

             Friedländer und Fritz Mauthner umfassende Konvolute in der  Auktion „Wertvolle Bücher“ - laut

             Auskunft des Fontane-Archivs die letzten umfangreichen Briefkomplexe, die sich in Privatbesitz befanden.

2011    Willi Baumeister. Monturi. Öl, Kunstharz und Sand/Hartfaser. 1955. € 315.000

            Willi Baumeister. Fantom. Öl, Kunstharz, Tempera und Sand/Karton. 1955. € 283.000

            Willi Baumeister. Mo. Öl, Tempera und Sand/Karton. 1955. € 223.200

            Willi Baumeister. Montaru. Collage, Pastell u. Feder. 1954. € 103.320

2012    Emil Nolde. Sonnenblumen. Aquarell. Signiert. € 195.300

            Erich Heckel. Pfingstrosen und Lupinen. Öl auf Leinwand. 1916. € 100.800

            Lesser Ury. Dame, einer Droschke entsteigend. Öl auf Leinwand. um 1915-20. € 233.100

            Wilhelm Lehmbruck. Sitzendes Mädchen, Statuette. Bronze. 1913. € 110.880

 

2013   Ernst Ludwig Kirchner. Dodo mit japanischem Schirm. Farbige Lithographie. 1909. € 315.000

 

            Ernst Ludwig Kirchner. Flanierendes Publikum auf der Straße. Holzschnitt. 1914. € 144.900

 

            Gustav Schwarz. Feldgottesdienst. Öl auf Leinwand. 1847. € 189.000

 

            Franz Theobald Horny. Landschaft bei Olevano mit Krugträgerin. 

            Pfeiferauchender Hirte mit Wickelkind (verso). Federzeichnung auf Velin. Um 1822. € 167.580

 

            Max Beckmann. Selbstbildnis. Radierung mit Kaltnadelarbeiten. 1904. € 138.600

 

2014   Franz Marc. Ruhende Pferde. Farb. Holzschnitt. 1911/12. € 126.000

           Günther Uecker. Für V. Kahmen. Nägel auf Holz. 1963. € 371.700

           Georg Schrimpf. Häkelnde. Öl auf Leinwand. 1924. € 117.180

           Emil Nolde. Tulpen. Aquarell. Um 1937. € 176.400

           Rolf Nesch. San Marco. 6 farbige Metalldrucke. 1962. € 252.000